Weihnachtsbräuche in Costa Rica

24Dez2013

Plätzchen (aus dem Supermarkt) essen die Ticos nahezu täglich zum Kaffee, dafür gibt es in Costa Rica eine andere Tradition: Tamales

Tamales ist ein Barren aus Maismasse mit entweder Fleisch und Gemüse oder gemahlenen Bohnen. Eingepackt und gekocht wird die Leibspeise in zurechtgeschnittene Blätter der Bananenstaude welche einen einzigartigen Geschmack ausmachen. Wer es ein bisschen würziger möchte verstreicht auf dem schon fertig gekochten Tamal etwas Salsa Lizano, DAS Utensil der costaricanischen Küche.

Gegessen können Tamales eigentlich zu jeder Tageszeit werden. Sowohl zum Kaffee am Morgen oder nachmittags, als auch zum Abendessen.

Zum Ausgleich habe ich dann mit meiner Gastschwester dann aber doch zusätzlich ein paar selbst mit viel Liebe zubereitete Plätzchen gebacken und ein bisschen der deutschen Tradition zu hinterlassen :)

Die Weihnachtsdekoration und Lichtergirlanden werden gegen Ende November platziert, doch auch die Bäume werden schon ausgepackt und geschmückt, was ich persönlich  als Weihnachtsfanatiker richtig schön finde :) Leider sind das aber mit wenigen Ausnahmen alles Kunsttannen und diesen speziellen Geruch vermisse ich ja schon muss ich sagen.

Am 29. November ist „viernes negro“, gleich wie das „thanks giving“ und „black friday shopping“ aus den USA. Alle Geschäfte reduzieren an diesem Tag nahezu alle Produkte und das nutzen Einwohner natürlich aus. Da jeder dazu in eine größere Stadt fährt sind die Zentren und Straßen dort vollkommen überfüllt und unter den Leuten ist die Hölle los. Also nichts für schwache Nerven ;)

Da die Ticos das ganze Jahr über regelmäßig, manchmal sogar 2 – 3 wöchentlich in die Kirche gehen, schwänzen sie generell die Messen an Weihnachten. Bis zum neuen Jahr kehren sie dann wieder zurück :D Zum Abendessen am 24. Dezember treffen sich alle bei der Oma. Es gibt traditionell Lasagne, Reis und Salat. Die Nachspeise besteht aus „torta de arróz“, die ich am Vortag mitgebacken habe und Rompope, was einem Eierlikör gleicht. Doch gegessen wird separat, je nachdem wer wann kommt. Ich hab das Gefühl die großen Feste werden hier alle informal in der Familie gefeiert, da die Relation ja eh viel enger ist weil man sich alle 2 Tage sieht. Ich persönlich bevorzuge die deutsche Variante, aber es ist auf jeden Fall interessant das Ganze mal anders zu erleben :)

Geschenke werden erst später verteilt und verabschiedet wird sich gegen Mitternacht woraufhin wir anschließend nach Hause gehen und nochmal in kleiner Runde die Bescherung feiern.

Zum Schlafen bleiben mir dann noch 30 min, da es für mich am 25. in der Nacht ja schon auf zum Flughafen geht. Meine Gastmutter backt mir das letzte Mal meine im wahrsten Sinne des Wortes „heißgeliebten“ Plátanos im Ofen auf, damit ich vor dem Flug noch etwas frühstücke.

Bis in den Flughafen begleitet mich die Familie. Danach heißt es, nach 5 sehr kurz empfundenen Monaten, Abschied nehmen.

Tschüss Costa Rica, tschüss entspanntes Leben 

Jetzt kommt erst mal eine fast 24 stündige Reise auf mich zu und dann……. Mal schau‘n :)

Guanacaste

04Dez2013

Auf geht's!

Nicoles Familie verspricht mir, mich einmal mit auf einen Ausflug nach Guanacaste zu nehmen, um mir die nordwestlichste Region Costa Ricas mit den schönsten Stränden, zu zeigen.

Während dieser dreitägigen Reise übernachten wir in einem zwar sehr alten, aber dennoch gemütlichen und ausreichend großem Haus der Großtante. Wir wohnen für diese Zeit also ganz in der Nähe der Hauptstadt Liberia, was uns durch die kurze Strecke zu den Stränden täglich viel Zeit am Meer ermöglicht.

Mehr als neunzig Jahre alt...

Über Liberia hinaus besichtige ich Nicoya und die Buchten Playas del Coco, Tamarindo, Sámara und Playa Hermosa. Als kleines Highlight durchqueren wir den Río Ora (Fluss) mit dem Auto, sowie es bis vor ein paar Jahren wegen der fehlenden Brücken erforderlich gewesen ist. Spaß hat es auf jeden Fall gemacht :)

Río Ora

Den Sonnenuntergang sehen wir uns sitzend im seichten Wasser an, so dass das Licht direkt über dem Meeresspiegel unterzugehen scheint. Passende Musik und ein doppelter Regenbogen hinter uns machen den Moment nahezu perfekt.

Auch die Gitarre meiner Freundin muss mit. So verbringen wir viel Zeit im Schatten unter einem Enterolobium cyclocarpum (Nationalbaum von Costa Rica) und studieren ein paar Lieder ein, wobei ich singe. Muschelsammeln und im Sand eingraben darf bei einem Strandurlaub natürlich nicht fehlen. Genauso wie die permanente „Futterei“ von Chips, Knabbereien und einheimischen Früchten wie Guayaba, Kokosnuss oder Ananas. ;) Diese werden mir nach meiner Heimkehr so  frisch leider nicht mehr vor die Nase kommen… Das noch humidere Klima und die beste Frischluft, auch der Geruch nach Meer, die schönen Souvenirs, die es an jedem Strand zu kaufen gibt, und die gute Stimmung, die nie pausiert, können diese Tage nicht besser machen!

Ich genieße die Zeit sehr und komme nach dem ich mich bei den Laurents ausgeschlafen habe nach einem absolut einheimischen Frühstück mit 'empanadas de queso y frijoles', Käse, Rührei und Natilla wohl gesonnen zurück in mein Zuhause hier in Costa Rica.

Erschrocken stelle ich fest, dass genau heute die letzten 3 Wochen meines Auslandssemesters anbrechen. Einerseits freue ich mich schon richtig, meine Liebsten wieder in den Armen zu halten, andererseits frage ich mich wo die Zeit so schnell hin ist – ein gutes Zeichen, den bisherigen Aufenthalt gut genutzt zu haben Zwinkernd

San José

22Nov2013

Heute besichtige ich das Zentrum der Hauptstadt San José, um auch mehr als nur die Innenräume einiger Malls, wie bisher dort, kennen zu lernen. In Begleitung meiner Freunde Valeria und André, die mir bereits die ‚bosques de fraijanes‘ gezeigt haben, verbringe ich den Tag also mit Besuchen im National-, und Kunstmuseum.

Nationalmuseum


 

Dazwischen bauen wir erholende Pausen in den attraktivsten Parks der Stadt ein und treffen zum Mittagessen die beiden Cousinen meiner Freundin. Sie wohnen direkt im Zentrum und kennen sich somit in dem riesen Gebiet, vor allem in den interessanten Nebengassen, super aus. 


Mein Bodyguard ^^

Gefolgt von einer kleinen Shoppingtour bekomme ich einige antike Orte, Gebäude und Statuen zu Gesicht. Am besten gefällt mir die zentrale Grundschule („escuela“), die mit ihrem akademischen Stil eher einer Universität, als einer Einrichtung für Kinder ähnelt.

'escuela' im Hintergrund

Zum spontanen Besuch eines kostenlosen Open Air Konzerts der Gruppe "Percance" für Schüler und Studenten sind wir gerade zur rechten Zeit am rechten Ort. Das Publikum war begeistert und das Ambiente hat mir deshalb trotz meiner Abneigung zur Musikrichtung dieser Band sehr gut gefallen.

Zu guter Letzt schauen wir uns noch China Town an, was eigentlich nicht mehr als ein im asiatischen Stil gebauter Eingangsbogen ist. Innendrin befinden sich lustiger Weise amerikanische und italienische Restaurants, aber weit und breit kein Sushi :D

Valeria ♥

Der Tag war erfolgreich und es hat mir sehr viel Spaß gemacht durch die mit Häusern eng gebauten Straßen zu Bummeln, mein Wissen erweitern zu können und außerdem mit ein paar Erinnerungen mehr nach Hause zu gehen ;)

„Felíz cumple, Anja“

20Nov2013

Was für ein Glück, dass mein 17. Geburtstag genau in die Zeit meines Auslandaufenthalts fällt und ich somit die einheimischen Traditionen zu diesem Anlass selbst erleben darf. Zudem weiß ich nun wie es sich anfühlt in einem anderen Land ein Jahr älter zu werden. Besonders gefreut habe ich mich natürlich über jeden einzelnen Glückwunsch, den ich aus Deutschland erhalten habe, denn bei so einer großen und langzeitigen Distanz verdienen die vielen Leute, die an mich gedacht haben, meine Anerkennung! :)

Der Postversand von Deutschland nach Costa Rica ist nicht gerade sehr seriös und als die vor 4 Wochen weggeschickten Pakete immer noch nicht angekommen sind, hat dies folglich etwas auf meine Stimmung gedrückt. Doch wie durch ein Wunder kommen in der Woche vor „Dem Tag“, wie meine Gastschwester immer so schön betont, 3 Päckchen von Katja, meinen Großeltern und ganz überraschend von meiner Tanzfreundin, der Isi, und den Tanzmädels aus meiner Wettkampfgruppe im Elly an. Ich war baff und meine Stimmung zu 100% mit positiver Energie geladen!!! Ist schon interessant wie wichtig einfache Geschenke oder Süßigkeiten sein können. Es ist eben ein Stück Heimat und genau die hat mir nach 3 Monaten Trennung gefehlt.

Den 25. Oktober verbringe ich im Haus meiner Freundin, der Nicole, wo auch ein paar Freunde und Verwandte der Familie dabei sind. Bei ihnen ist das üblich öfter mehr Gesellschaft im Haus zu haben und zu grillen, Kaffee zu trinken oder Filme anzusehen. Um Mitternacht überraschen sie mich mit einem ‚queque‘ original aus dem Supermarkt, wo sich jede Torte für einen speziellen Anlass in Costa Rica kauft haha :D Außerdem singen sie mir ein Lied und gratulieren mir nach der Reihe mit einem Haufen Umarmungen und Küssen, wie das für die Ticos eben üblich ist.

con la familia de Nicole

Den Samstag verbringe ich bis nachmittags in der Akademie, wo ich vor den Hip-Hop-Klassen auch mit meinen Liebsten Skype. Im Tanzen bekomme ich nochmals ein Ständchen gesungen, eine Gruppenumarmung und ein Foto zur Erinnerung an die tolle Zeit in der Tanzschule.

Als ich abends in der Gastfamilie ankomme ist noch niemand Zuhause und so finde ich endlich Zeit meine Pakete aus Deutschland zu öffnen und mich noch mehr zu freuen, als ich das den ganzen Tag bereits schon getan habe :) Kurz darauf kommen alle Hausbewohner und weitere Verwandte zu Tür herein und überraschen mich nochmals mit ‚queque‘ und einem Ständchen. Als Special des Abends machen wir einen DVD-Abend mit Nachos in Cream cheese-, Bohnen-, und Tomaten-Dip.  Als Nachtisch gibt es Popcorn in Karamellsoße. Nachdem ich die Kerzen ausgepustet habe, drückt mich meine Gastmutter mit dem Gesicht in ein riesen Stück der Torte, welches somit als meines gekennzeichnet war.  Trotz der sahnigen Sauerei muss ich sagen mir gefällt diese verrückte Tradition sehr gut! Hiervon gibt es leider keine Bilder, da die Kamera, die meine Gastschwester verwendet hat, keine Speicherkarte enthalten hat und sich somit alle Dateien gelöscht haben :D

Bevor ich ins Bett gehe sehe ich mir noch die Videos, die ich von einzelnen Personen geschickt bekommen habe, an und schließe somit meinen Tag mit Freudentränen ab :)

Am vergangenen Sonntag treffen wir uns noch einmal bei der Tante und dem Onkel im Haus, um den Tag ein bisschen nachzufeiern, da sie bis dahin leider sehr beschäftigt waren. Das heißt: Ein drittes Mal 'queque'! 

Der 26. Oktober war einfach genial und ich bin nun für die exakt letzten zwei Monate mit deutschen Naschereien und Motivation ausgerüstet. Denn nachträglich in der Folgewoche liegt  im Postfach eine Menge Nachschub, was mich umso mehr erfreut hat. Es hat mir einen Schubs gegeben, die Zeit hier in Costa Rica noch bewusster zu leben und mich dann auch schon, trotz der schweren Trennung einiger wichtiger Personen hier, auf meine Rückkehr zu freuen. Ich bin mir einfach bewusst wie essentiell meine Familie und viele andere Leute dort für mein Leben sind! Bedanken möchte ich mich besonders bei meinen Eltern, dass sie mir das Ganze hier ermöglichen und mich tag täglich unterstützen, bei der Isabella, der Jasmin und allen anderen Tanzmädels aus dem Elly für die tollen Bemühungen (das Video und den Stick schaue ich mir öfters an, wenn ich mich nach dem Tanzen mit euch sehne). Auch erwähnen will ich alle meine Großeltern, meine Lori und die Steffi, die mir eine Überraschung zuhaben kommen lassen und genauso wie weitere gute Freunde mit mir regelmäßig in Kontakt stehen und mich anskypen. Diskofehn & Co will ich natürlich nicht vergessen, sowie  meine Liebsten aus Passau, deren Karte leider bis jetzt immer noch nicht angekommen ist :D Und das Beste zum Schluss: Katja, vielen, vielen Dank für das schönste Geburtstagsgeschenk, das ich je bekommen habe! Dein Ergebnis aus riesen Aufwand und Herzblut hat mich zu sehr gerührt - ich schätze diese Arbeit, besser kann es nicht sein! Schwester-<3

Das Leben ist ‚chiva‘, ich hab euch lieb Leute, danke für alle eure Bemühungen!!! :)

Bosques de Fraijanes

07Nov2013

Als mich meine Freundin Valeria aus der Kirche fragt, ob wir mal einen Ausflug unternehmen wollen, bin ich natürlich sofort dabei. Mit der Erlaubnis meiner Gasteltern verbringe ich also den Donnerstag mit ihr und dem Bruder meiner Freundin Nicole, der auf uns aufpasst, in einem der ‚Bosques de Fraijanes‘. Costa Rica ist eben ein gefährliches Land und ich musste mich zuerst auch erst stark daran gewöhnen nicht überall alleine hinzukönnen. Eigentlich ist unser Ziel ein einfacher Wald, der ziemlich steil bergab zu einem Fluss führt. Die einzige Ausnahme, die ihn von einem unserer bayrischen Heimat unterscheidet, sind ein paar tropische Pflanzen und Insekten. Um 8:00 Uhr nehmen André und ich den Bus nach Alajuela, schauen uns dort eine knappe Stunde das Zentrum der Stadt an und fahren anschließend mit Valeria in Richtung Volcano Poás. In einem Supermarkt kaufen wir uns alle nötigen Lebensmittel, die wir für unser originell costaricanisches Picknick benötigen: Tortillas duras de maíz, Frijoles molidos, Galletas, Chips de queso y Fresco. Als wir nach einer guten Stunde am Flussufer ankommen lagern wir sicher unser Gepäck, ziehen die Schuhe aus und erkunden den Ort soweit es die Wassertiefe zulässt. Auch die andere Uferseite kann man durch Klettern erreichen und mir fällt auf: Wandern, was ich vor ein paar Jahren noch gezwungenermaßen mit meinen Eltern praktiziert habe, macht auf einmal riesen Spaß und die Aussicht  oben am Berg ist einfach atemberaubend. Die Landschaften Costa Ricas faszinieren mich generell immer und immer wieder und man kommt nie aus der Entdeckerlust heraus. Am späten Nachmittag begeben wir uns wieder auf den Rückweg und als ich abends Zuhause ankomme und mir die Bilder des heutigen Tages durchsehe bemerke ich, dass das Leben einfach toll ist und man es auch nutzen soll. Diese Feststellung berichte ich dann gleich Diskofehn, als ich mit meinem Kumpel dem Christian skype. Er kann das nur bestätigen und auch wenn es nur eine simple Aussage ist – Es hat mich weitaus zufrieden gestellt und mir einen Stoß positive Energie gegeben ;)

 



Baby Shower

20Okt2013

Sonntag, den 20. Oktober – Darauf einigten wir, also meine Gastschwester Jenny, Tita, Tía Lupe, Tía Laura, Tía Lurdes, meine Gastmutter Luz und ich, uns bereits gegen Ende September. Es soll eine Überraschungsparty für die schwangere Tía Nuria sein. In Amerika ist es üblich ca. 1-2 Monate vor der errechneten Geburt des Kindes eine Feier zu organisieren, die von den Angehörigen oder guten Freunden der werdenden Mutter geplant wird.

Die Gäste bringen Geschenke, wie zum Beispiel Kinderbekleidung, Spielzeug, Utensilien wie Schnuller oder die bekannten Windeltorten, mit. Auch Gutscheine für Babysitterstunden werden gerne verschenkt. Gewöhnlich sind die Räumlichkeiten sehr kitschig in blau- oder rosafarbenen Namensgirlanden, Luftballons, origamigefalteten Servietten und viel Glitzer dekoriert. In unserem Fall sind Jenny und ich für die Verzierung verantwortlich und da wir beide nicht auf diesen Schnickschnack stehen halten wir die Terrasse der Tía Lupe, wo das Ganze stattfindet, recht einfach. Am meisten Zeit kostet uns die Girlande, die auch den Namen LUZ MARIA verkündet. Mit 3-fach schattiertem Hintergrund und den eingerahmten und gepunkteten Buchstaben auf den zugeschnittenen und glattgeschleiften Holzquadraten haben wir bereits 2 Wochen vorher begonnen, um uns am Festtag und dem davor um den Nachtisch kümmern zu können.

 

 

Tía Lupe

Dazu gibt es süße und pikante Häppchen, Kekse mit Rosinen-Ananas-Kondensmilch-Creme-Dip und Maischips mit Dip aus pürierten Bohnen. Zum Trinken bieten wir den einheimischen Kaffee, Tee und verschiedene Frescos.

 

Wichtig zu erwähnen sind auch die typischen Spiele zu den Themen Baby, Mutterschaft und Stillen. Teilgenommen habe ich gleich an der ersten Herausforderung, wo ich mit verbundenen Augen eine nette Oma mit einem Hipp-Glas füttern musste. Gewonnen haben wir fast – mit dem 2. Platz sind wir ganz zufrieden und verdienen uns ein kleines Geschenk. Meines ist eine große Haarspange.

Auch viele Kreuzworträtsel und Bingos werden gespielt wobei sich der Sieger einen Frisörgutschein gewinnt.

Zunächst ist das Geschenkeauspacken an der Reihe was wegen der vielen Gäste und somit auch vielen Mitbringsel eine knappe Stunde dauert. Dieser Part ist nicht so der meine, da die Tante nach dem Öffnen jeden Paketes bemerkt wie süß das alles ist, es in die Runde zeigt und die Eingeladenen darauf seufzen. Dies wiederholt sich 2-5 Mal à 40 Verpackungen – Für mich persönlich ein bisschen zu aufgetragen, aber andere Länder, andere Sitten :D 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Das Ambiente insgesamt begeistert mich aber sehr, da unter den Anwesenden von 5 bis 85 Jahren jede Generation vertreten ist und die Ticos das ganz normal sehen voreinander zu tanzen, Späße zu machen und zum Beispiel als Jugendliche mit einer Freundin mehr, die 70 Jahre alt ist, nach Hause zu gehen. Peinlich ist da auf jeden Fall nichts ;) Zum Abschluss, als die Gäste verabschiedet werden gibt es ein kleines Andenken an diesen besonderen Tag und den kleinen Nachkömmling mit, welches auch als Dankeschön für das Erscheinen dient: Ein Tütchen selbsthergestelltes Gebäck :)

Abends begleiten wir die Tante mit nach Hause, um die Geschenke nochmal in Ruhe durchzusehen und ein bisschen zu plaudern bevor es ins Bett geht um vorbereitet für den nächsten Schultag zu sein. 

Mein Lieblingsgeschenk :)

Exursión al Caribe – Día 5

30Sept2013

So, nun bricht auch schon wieder der letzte Tag meiner kleinen Reise an und die Koffer müssen gepackt werden. Damit bin ich aber innerhalb von 5 Minuten fertig, da ich mich um das Meiste bereits gestern Abend gekümmert habe. Egal wie sehr mich die Lässigkeit der Ticos beeinflusst – eine gewisse Ordnung brauche ich einfach in meinem Leben! :D

Da wir das Hotel schon um 10:00 Uhr verlassen und das Frühstücksbuffet zwei Stunden vorher geöffnet wird, gehe ich mit meinen Zimmergenossinnen um 6:30 Uhr das letzte Mal für eine Stunde an den Strand. Morgenstund‘ hat Gold im Mund! – Es ist ein tolles Gefühl so früh bei Sonnenschein, geschätzten 23°C Wassertemperatur und hohen Wellen richtig wach zu werden :))

Knappe zwei Stunden restliche Zeit haben wir jetzt noch, um gemütlich zu brunchen bevor es dann aufgeht.

picadillo de arróz, huevo, salchichón y pan con queso y mantequilla cereales y pizza pan dulce y budín tapa de frutas

Immer wieder legt der Bus eine Zwischenpause ein, wo wir auch unseren Speisevorrat auffüllen können. Innerhalb dieser Fahrt habe ich glaube ich so viele verschiedene Naschereien und Gebäcke probiert, wie normalerweise in ganzen zwei Wochen nicht. Bei dem Stopp in San José steige ich dann zusammen mit Sarah, einer Freundin, die in La Garita, der Stadt vor Atenas, wohnt, in den öffentlichen Bus um und kommen abends gegen 19:00 Uhr Zuhause an. Dafür müssen wir morgen nicht in die Schule, um uns ausschlafen zu können. Übermüdet sind wir nämlich alle :)

Im Großen und Ganzen war die Zeit in der Karibik PURA VIDA und ich erinnere mich gerne daran zurück, da es mit zu den Höhepunkten meines Auslandsaufenthaltes gehört !!!

Haltet die Ohren steif, ich freu mich sehr über euer andauerndes Interesse an meinem Blog :))

 

Excursión al Caribe – Día 4

29Sept2013

Ab heute gibt es Frühstücksbuffet im Hotel. Von Früchten bis Pizzagebäck ist alles dabei und natürlich findet man auch das typisch costaricanische ‚gallo pinto‘ vor. Mittlerweile gehört es schon zu meinen Lieblingsspeisen, da es echt geschickt gewürzt wird, was den Geschmack speziell macht :)

gallo pinto con salchichon y picadillo. Además café y aqua de pipa

cereales, frutas, pizza, pan con queso y mermelada y té frío

Um 10:00 Uhr mieten wir Mädels aus dem Hotelzimmer 3 Fahrräder, um die Gegend selbst zu erkunden. Den ganzen Tag nutzen wir also aus, um weiterwegliegende Orte zu besichtigen. Somit können wir uns die Zeit auch einteilen, wie wir es wollen. Es ist einfach angenehmer sich nicht nach 30 anderen Leuten richten zu müssen, sondern den Aufenthalt auch wirklich genießen zu können.

Das Wasser in der Karibik ist ein Traum: Angenehm warm, aber dennoch eine leichte Erfrischung – Genau richtig also :)

Punta Uva

Um 15:00 Uhr hätte ein Trip zu Wasserfällen und zum Lager der ‚indígenas‘ stattgefunden, von dem unser Zimmer leider keine rechtzeitige Mitteilung unserer Tutorin bekommt und wir deshalb auch nicht teilnehmen können, da wir die Anmeldung verpassen. Wirklich Schade, denn ich hätte mich wirklich sehr dafür interessiert.

Als wir um 17:00 Uhr zurückkommen richten wir uns für das Abendessen und sind pünktlich um 18 Uhr in dem selben Restaurant vom Vortag. Daran, dass die Ticos nicht so auf Zeitgenauigkeit achten muss ich mich immer noch gewöhnen. Zwei verspätete Stunden kommen dann alle Teilnehmer von dem Trip zusammen mit der Betreuerin völlig durchgenässt an, da sie der tropische Regenguss erwischt hat. Damit muss man hier aber einfach rechnen und die Mehrheit der Leute tragen bei sich auch gar keinen Regenschirm mehr, weil er manchmal fast keinen Nutzen mehr hat bei diesem Maß :D

Abends findet Poolparty im Hotel statt und da es unser letzter Abend ist, können wir unsere Unterhaltungen im Zimmer fast gar nicht beenden. Zum Schlafen haben wir ja auf der Heimfahrt genügend Zeit… ;)

 

Excursión al Caribe – Día 3

28Sept2013

Frühstück gibt es bereits um 7:00 Uhr, um pünktlich eine Stunde später aufbrechen zu können. Zum Restaurant fahren wir diesmal mit dem Bus, da wir so gleich unsere Koffer mitnehmen und vor der relativ kurzen Fahrt zum „schöneren“ Hotel nicht mehr zurück müssen. Eigentlich verstehe ich den Sinn des Wechsels gar nicht, da die vorherige Unterkunft wirklich gemütlich ist und wir nur für das enthaltene Frühstück viel mehr zahlen. Denn richtig genießen tun wir den Luxus im neuen Hotel ja nicht – wir sind ja schließlich den ganzen Tag unterwegs und wenn wir Freizeit haben schauen wir uns die Umgebung und den gleich gegenüberliegenden Strand an. Ich vermute unsere Tutorin meint es nur gut und will uns ein Holiday-Feeling ermöglichen, da sie auch immer frägt, wie wir die Auszeit von dem Alltag in Costa Rica finden.

Als kleiner Hinweis: Der ganze Ausflug findet in Limón ziemlich nahe an der Grenze zu Panamá statt.

Hotel Totem nennt sich unser jetziger Beach Resort und die Atmosphäre gefällt mir ja auch wirklich gut :)

Erst einmal ausbreiten ;)

Hier bekommt ihr einen genaueren Einblick in das Ambiente: http://www.totemhotel.com

Da wir bis abends kein Essen mehr bekommen, spaziere ich in einer Gruppe Jugendlicher zu einem 30 Minuten entfernten Supermarkt, um für die nächsten Tage gut vorzusorgen. Auf Kalorien wird bei einem solchen Ausflug gar nicht geschaut. Chips, die im Land heißgeliebten ‚galletas‘ und verschiedene Gebäckstücke finden sich in jedem Einkaufskorb wieder. Da ich ja zu den Menschen gehöre, die auch gerne mal gesündere Speisen bevorzugen und riesen Fan von den einheimischen Früchten hier bin, schließe ich mich Denjenigen an, die den Laden außerdem mit Plastikbesteck und Papaya, Banane, Apfel, oder Melone verlassen. Durchgetauscht wird alles, keine Frage ;)

Die Freizeit können wir uns bis zum Abendessen selbst verplanen und so verbringe ich den Nachmittag am Strand von Puerto Viejo. Dort mache ich auch einige Bekanntschaften mit Surfern, die uns für Anfängerklassen begeistern wollen oder einfach nur, um ein paar Worte auszutauschen. Es ist in Costa Rica normal längere, auch private Gespräche zu führen mit Menschen, die man nicht kennt. Gegrüßt wird auf jeden Fall Jeder, egal wie fremd er auch ist. Meiner Meinung nach könnten wir Deutschen uns eine dicke Scheibe von der Offenheit der Ticos abschneiden!

Puerto Viejo

Zum Abschluss des Tages besichtigen wir einen ruhigen Ort, namens Manzanillo, gleich 10 Minuten mit dem Bus entfernt. Hier meditieren angeblich morgens auch viele Leute.

Manzanillo

Anschließend begeben wir uns nach Puerto Viejo und haben Zeit die Strandstände in Puerto zu durchstöbern während wir auf unser Abendessen warten. Der Kellner tischt mir ein köstliches Gericht auf:

Mit Gemüse überbackener Fisch, Reis, Salat und Pátacones mit einem Dip aus gemahlenen Bohnen.

Abendessen

Typisch costaricanisch, reichhaltig und gut ;)

Bis ich endlich einschlafe dauert es tatsächlich noch Stunden, da die Gespräche mit meinen fünf Zimmergenossinnen so amüsant sind, dass sie irgendwie kein Ende finden :D

Excursión al Caribe – Día 2

27Sept2013

Die ganze Nacht kann ich nicht wirklich schlafen weil

  1. Der Ventilator in unserem Hotelzimmer bei jeder Umdrehung  „klack“ macht

2. Ich es nicht gewohnt bin ohne Rollo zu schlafen und das Mondlicht direkt durch das Fenster scheint

Und 3. Meine Vorfreude auf den kommenden Tag so groß ist und ich schon richtig gespannt bin, was ich die nächsten Stunden alles erleben werde ;)

Um 6:00 Uhr stehe ich also auf, denn länger kann ich wirklich nicht mehr im Bett liegen bleiben^^ Somit haben auch meine 3 Zimmergenossinnen aus Dänemark später mehr Zeit im Bad und ich bin in Costa Rica sowieso gewohnt früher aufzustehen, da meine Gastfamilie selbst am Wochenende bereits zwischen 6:00 und 7:00 Uhr frühstückt. Mittlerweile stört es mich überhaupt nicht mehr auf den überschüssigen Schönheitsschlaf zu verzichten, da der Kaffee in Costa Rica ja angeblich ‚el mejor del mundo‘ sei ;) Zum Brunchen in dem naheliegenden Hotel gehen wir zu Fuß und können uns so die Umgebung von Cahuita, wo sich das Hotel befindet, genauer ansehen :)

Blick aus dem Hotelzimmer zum Pool

Die Region Limón, in der wir uns momentan befinden gilt als die ärmste und auch gefährlichste im Land. Drogen sind hier kein Fremdwort, deshalb sucht unsere Tutorin einen Teil der Provinz aus, wo viel Tourismus herrscht und wir so relativ sicher sind. Das ist auch ein Grund, warum wir uns das direkte Zentrum von Limón leider nicht ansehen können – Es ist einfach zu riskant mit zwei Betreuerinnen für eine Gruppe von rund 30 ausländischen Jugendlichen.

Dafür besichtigen wir heute den Nationalpark Cahuita mit dem angelegenen Strand. Hier dürfen wir uns auch einzeln frei bewegen. Affen, Schlangen, Leguane, Krebse und ein Faultier sehe ich auf dem Weg zum Strand. Manchmal fühlt sich das echt irreal an :D 

Nationalpark Cahuita Nationalpark Cahuita Nationalpark Cahuita Nationalpark Cahuita Nationalpark Cahuita Nationalpark Cahuita

Den restlichen Nachmittag verbringe ich fast ausschließlich im Wasser, da es so klar und auch angenehm warm ist und ich das Feeling dort einfach am Meisten genießen kann.

Strand Cahuita Strand Cahuita

Gegen 17:00 Uhr treffen wir uns wieder am Eingang des Parks und kehren zurück zum Hotel, um uns für das Abendessen im Zentrum fertigzumachen. Zum ersten Mal in den zwei Monaten meines Auslandsaufenthaltes kann ich nun mit voller Zufriedenheit einen lang ersehnten Garnelensalat essen. Diese 4000 Colon sind es mir definitiv wert! ;)

'ensalada de camarones'

Ins Bett komme ich wiedermal ziemlich spät, da das Ambiente in der Gruppe einfach so toll ist und man sich gar nicht für auch nur ein paar Stunden Schlaf verabschieden mag… :)

(Einige der Bilder hab ich von einer Freundin geschickt bekommen, deren Fotoqualität etwas besser ist, stammen also nicht alle von mir persönlich)

 

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